Neue Publikation über das Glycin-Glucolipid von Alcanivorax borkumensis

11.08.2022

Das GlycoX Konsortium, in dem Tobias Karmainski vom iAMB mitwirkt, hat eine neue quantitative HPLC-Methode zur absoluten Bestimmung des Glycin-Glucolipids aus A. borkumensis entwickelt. Mit Hilfe der Methode konnten die Strukturen des Moleküls in verschiedenen Fraktionen der Kulturen nach dem Wachstum auf verschiedenen langkettigen Alkanen bestimmt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Menge des Glycin-Glucolipids in den Zellen bei weitem die im Kulturüberstand gemessene Menge übersteigt, was die vorgeschlagene Zellwandlokalisierung bestätigt. Diese Erkenntnisse stützen das Szenario, dass die Oberflächenhydrophobizität von A. borkumensis Zellen durch die Produktion des Glycin-Glucolipids zunimmt, so dass sich die Zellen an der Alkan-Wasser-Grenzfläche anlagern und einen Biofilm bilden können. Darüber hinaus konnten keine Hinweise auf eine Glycin-freie Form des Glucolipids gefunden werden.

 

Autoren: Jiaxin Cui, Georg Hölzl, Tobias Karmainski, Till Tiso, Sonja Kubicki, Stephan Thies, Lars M. Blank, Karl-Erich Jaeger, Peter Dörmann


DOIhttps://doi.org/10.1128/aem.01126-22