Rübenschnitzel Burger

 

Bis 2050 müssen die globalen Lebensmittelsysteme den Ernährungsbedarf von mehr als 10 Milliarden Menschen decken. Mit dem zunehmenden Bevölkerungswachstum können der Eiweißbedarf der Menschen und der hohe Fleischkonsum nicht mehr gedeckt werden. Schon heute kann die Nachfrage nur durch Massentierhaltung gedeckt werden, mit den damit verbundenen erheblichen Umweltauswirkungen. Jüngste Studien kommen zu dem Schluss, dass mehr als ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus der Nahrungsmittelproduktion stammen, wobei die tierische Nahrungsmittelproduktion für 57 % der Emissionen in diesem Sektor verantwortlich ist.

Ausgehend von der beschriebenen Problematik und dem aktuellen Stand der Technik haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die offensichtliche Marktlücke für eine vegane, vitaminreiche und nachhaltig produzierte alternative Proteinquelle zu schließen. Um nicht auf den zusätzlichen Anbau von Soja oder anderen Hülsenfrüchten angewiesen zu sein, werden als Substrat die Nebenströme der Zuckerindustrie verwendet, die sonst keiner höheren Wertschöpfungskette mehr zugeführt werden.

Am Institut für Angewandte Mikrobiologie (iAMB) besteht unsere Aufgabe darin, die Produktion von pilzlicher proteinreicher Biomasse in Bench-Top-Bioreaktoren zu optimieren, wobei verschiedene Basidiomyceten verwendet werden, die zuvor auf ihr Potenzial zum Wachstum auf Rübenschnitzelsubstrat und ihr angenehmes Aromaprofil hin untersucht wurden. Die vollständige Charakterisierung der Wachstumskinetik und der Biomassebildung würde es uns ermöglichen, die Produktion zu steigern, um einen wirtschaftlich machbaren Produktionsprozess zu erreichen.

Finanzierung: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW)

Mehr Informationen: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/umweltministerium-startet-sonderprogramm-umweltwirtschaft

Mitarbeiter: Hendrik Ballersted Pedro Santos Oliveira

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